Malteser

Kleine Hunderasse Malteser
  • Trainierbarkeit: 3 Sterne
  • Haarausfall: 1 Stern
  • Ausdauer: 8 Sterne
  • Wachhund: 6 Sterne
  • Umgang mit Kindern: 10 Sterne
  • Beliebtheit: 9 Sterne

Wissenswertes über den Malteser

Wie viele kleine Hunde gehört auch der putzige Malteser zu den absoluten Schmusern, aber nicht nur! Er hat ein großes Selbstbewusstsein und zeigt keine Furcht gegenüber anderen Tieren. In der Regel geht er freundlich auf sie zu. Dabei ist eine frühzeitige Sozialisation des Maltesers hilfreich.

Viel wichtiger als seine Artgenossen sind die Menschen, die zu seinem Rudel gehören. Er sitzt gern auf dem Schoß und genießt seine Streicheleinheiten, ist sanft und liebevoll. Reichen die Aufmerksamkeiten seiner Meinung nach nicht aus, bellt er lautstark. Wenn er sich nicht zum Dauerkläffer entwickeln soll, ist hier eine konsequente Erziehung erforderlich, die besonders früh beginnen sollte. An sich ist die Erziehung des Maltesers nicht einfach, sie erfordert viel Geduld und Liebe. Er muss sich ein diszipliniertes Verhalten aneignen, das geht aber nur mit ständigen Wiederholungen und viel Üben. Man darf sich auf keinen Fall von dem kleinen Fellkäuel um den Finger wickeln lassen, auch wenn der Blick noch so anmutig ist.

Der Malteser benötigt täglich seinen Auslauf. Es müssen aber keine stundenlangen Spaziergänge sein. Da er keinen ausgesprochenen Jagdtrieb besitzt, bleiben die Gassirunden entspannt. Er freut sich, wenn er herumtollen darf oder sein Mensch mit ihm spielt. Auch mit Kindern spielt er gerne, wenn sie ihm respektvoll begegnen. Wird er geärgert, kann der Kleine schon einmal ungemütlich werden.

Fremden gegenüber ist der Malteser eher schüchtern und zunächst etwas misstrauisch. Er bewacht auch Haus und Garten, meldet laut bellend ungewohnte Bewegungen und Geräusche. Alles in allem ist er ein lebhafter und mutiger Kerl, der seinen Menschen liebt und durch sein ungewöhnlich seidiges und langes Fell überall Aufmerksamkeit erregt.

Der Malteser kurz und bündig

  • Der Malteser ist vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) als Gesellschafts- und Begleithund anerkannt.
  • Er hat ein liebevolles, verschmustes Wesen, ist aber sehr selbstbewusst.
  • Die Lebenserwartung liegt bei einem Alter von 13 - 15 Jahren.
  • Rüden werden bis 25 cm groß, Hündinnen bis 23 cm.
  • Er ist bekannt für sein weißes, seidiges Haar.
  • Der Malteser hat keinen Haarwechsel im Frühjahr und Herbst, ist daher für Allergiker geeignet.
  • Seine Pflege, insbesondere die Fellpflege, ist relativ aufwändig.

Rassemerkmale

Der Malteser ist ein eleganter, kleiner Hund mit reinweißem, langem Fell. Er ist in der Regel sanftmütig, dabei aber lebhaft und wachsam. Seinen leicht gerundeten Kopf trägt er stolz erhoben. Ovale, dunkle Augen und lange, haarige Hängeohren, sowie die schwarze Stupsnase verleihen seinem Gesicht ein putziges Aussehen. Der Körper des Maltesers ist kompakt und ausgewogen, der Rücken verläuft gerade, von der Schulter bis zur gut befederten Rute, die im Bogen über dem Rücken getragen wird. Seine Beine sind eher kurz, trotzdem gerade gewachsen und haben schwarze Ballen.

Gemäß den Rassestandards werden Rüden bis zu 25 cm groß, Weibchen bleiben mit 23 cm etwas kleiner. Das Gewicht des Maltesers liegt bei drei bis vier Kilo. Bei guter Haltung wird er bis zu 15 Jahre alt oder sogar älter.

Charakteristisch für den Malteser ist das reinweiße, lange und dichte Haarkleid. Wenn man nicht regelmäßig den Hundefrisör zur Schur aufsucht, wachsen die Haare bis zum Boden und umgeben den Malteser wie einen Mantel.

Wesen und Charakter des Maltesers

Der Malteser hat, trotz seines anschmiegsamen, sanften Wesens, viel Temperament und Energie. Er liebt seine Menschen über alles und ist bei Kindern freundlich und verspielt. Auch anderen Tieren gegenüber verhält er sich verträglich, wenn er bereits im Welpenalter gut sozialisiert wurde.

Er lässt sich gerne auf dem Schoß verwöhnen, ist aber kein "Couchpotato". Ausgedehnte Spaziergänge, ausgelassene Spiele und andere Aktivitäten sind für ihn wichtig, damit er körperlich und geistig ausgelastet wird. Wenn er schon als Welpe mit anderen Hunden Kontakt hat und auch andere Tiere, wie z. B. Katzen, kennen gelernt hat, verhält er sich ihnen gegenüber interessiert, aber nicht ablehnend oder aggressiv. Den Malteser kennt man eher als sanft- und gutmütiges Wesen.

Er geht gelassen und neugierig auf neue Bekanntschaften (tierisch und menschlich) zu, reagiert weder schreckhaft noch nervös.

Sein so gut wie gar nicht ausgebildeter Jagdtrieb macht die Spaziergänge mit ihm angenehm. Er wird keinem Hasen nachrennen, noch Fuchsbauten aufstöbern, sondern immer in der Nähe seines Menschen bleiben. Dennoch ist er sehr wachsam und meldet in Haus und Garten alles Unbekannte.

Informationen zum Malteser:

Die Pflege des Maltesers

Die Pflege des Maltesers gestaltet sich relativ aufwändig. Neben den alltäglichen Pflegemaßnahmen, wie Säubern der Augen und Ohren, Entfernung von Schmutz aus Fell und Ballen, sowie Kontrolle auf Parasiten, ist ein besonderes Augenmerk auf die Krallen des Tieres zu richten.

Werden die Krallen nicht bei Spaziergängen auf asphaltierten Wegen natürlich abgenutzt, müssen sie von Zeit zu Zeit geschnitten werden. Auch die fünfte Zehe, die meist nie mit dem Boden in Berührung kommt, die Wolfskralle, ist regelmäßig zu kürzen, um Verletzungen zu vermeiden. Wer sich diese Pflegemaßnahme nicht zutraut, geht mit seinem Malteser zum Tierarzt oder zum Hundefrisör.

Die meiste Arbeit bei der Pflege des Maltesers macht das Fell. Hier ist tägliches Bürsten und Kämmen angesagt. Obwohl der Malteser unter die Kategorie "Kurzhaar" fällt, ist sein Fell relativ lang und neigt bei zu wenig Pflege zum Verfilzen. Neben dem regelmäßigen Kämmen ist alle zwei bis drei Monate eine Schur erforderlich, die in einem Hundesalon von professionellen Hundefrisören durchgeführt wird. Man kann seinen Malteser auch selber scheren, sollte sich beim ersten Mal jedoch von einem Profi anleiten lassen.

Die Krankheiten des Maltesers

Die hübschen, großen Augen des Maltesers sind oft gereizt oder entzündet. Aufgrund der langen Haare werden viele Bakterien in die Augen befördert, die zu Reizungen und Entzündungen führen können. Auch die Haare selbst reizen die Augen. Daher kann es häufig zu vermehrtem Tränenfluss, zu trockenen Augen, zu Juckreiz oder Bindehautentzündungen kommen. Die Augen des Maltesers sollten daher möglichst haarfrei gehalten und täglich gereinigt werden.

Hautkrankheiten kommen beim Malteser ebenfalls häufig vor. Wird das lange, dichte Fell nicht regelmäßig gebürstet, treten Verfilzungen auf. Es juckt und folge dessen wird gekratzt, verletzte Hautpartien entzünden sich und müssen behandelt werden.

Erkrankungen der Haut kann man vorbeugen, indem man das Fell des Maltesers möglichst kurz hält.

Wie alle kleinen Hunde neigt auch der Malteser zur Patellaluxation, dem Herausspringen der Kniescheibe aus ihrer Führung. Fehlbelastungen der Bänder, aber auch Übergewicht begünstigen diese Krankheit. Vorbeugen kann man durch gesunde Ernährung und das Vermeiden von Übergewicht, sowie dem genauen Beobachten des Tieres. Fallen Unregelmäßigkeiten beim Gehen auf, z. B. Lahmheit oder Hinken, ist der Tierarzt um Rat zu fragen. Je früher die Krankheit behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Auch Probleme mit den Zähnen treten beim Malteser regelmäßig auf. Die Rasse neigt zu Zahnsteinbildung und damit verbundenen Zahnfleischentzündungen. Zur Vorbeugung dient zum einen die ausgewogene Ernährung des Hundes und zum anderen die regelmäßige Kontrolle der Zähne. Beginnende Zahnbeläge können mithilfe von Kauknochen und täglichem Zähne putzen entfernt bzw. verhindert werden. Hat sich einmal hartnäckiger Zahnstein gebildet, wird er vom Tierarzt problemlos entfernt.

Lässt man beim Malteser das Haarkleid zu lang wachsen, kann er selbst bei normalen Zimmertemperaturen schnell überhitzen und dehydrieren. Der Malteser benötigt daher immer viel frisches Wasser und einen sportlichen Kurzhaarschnitt.

Typische Erbkrankheiten gibt es beim Malteser nicht. Allerdings haben kleine Hunderassen eine gewisse Anfälligkeit für besondere Gesundheitsprobleme wie z. B. die Fehlbildungen der Gefäße, Zittern bei Stress, Morbus Cushing (Überproduktion des Stresshormons Kortison) oder Ausbildung eines Wasserkopfs.

Die Geschichte des Maltesers

Der Malteser ist ein Hund, dessen Vorfahren bereits in der Antike bekannt waren. Schon Aristoteles schreibt über eine Rasse namens "canes malitenses". Aus der Renaissance stammen Bilder, auf denen der Malteser an der Seite reicher, adeliger Damen abgebildet ist.

Dennoch ist die tatsächliche "Geburtsstunde" und der Ursprungsort der kleinen Hunderasse unbekannt. Bekannt ist, dass die Ahnen des Maltesers im Mittelmeerraum lebten, wo sie in Hafenstädten die Lagerhäuser und auch die Laderäume von Schiffen von Mäusen und Ratten befreiten. Seinen Namen hat er jedoch nicht von der Insel Malta. Er kann eher von dem semitischen Wort "malat" hergeleitet werden, welches Zuflucht oder Hafen bedeutet. Dies ergibt Sinn, da der Malteser in den Mittelmeerhäfen in punkto Ungeziefer für Ordnung sorgte.

Seit etwa 1500 Jahren ist die Hunderasse im mittleren Europa bekannt. Doch ab dem 17. Jahrhundert wurde der Malteser immer weniger gesehen. Einige Liebhaber jedoch retteten die intelligenten und liebevollen Familienhunde bis in unsere Zeit. Es erforderte eine unablässige Zucht über Hunderte von Jahren, in denen immer wieder andere Vertreter von Kleinhunderassen eingekreuzt wurden. Die verschiedenen Kreuzungen haben beim Malteser deutliche Spuren hinterlassen. Seine Verwandtschaft und Ähnlichkeit mit dem Havaneser zum Beispiel oder dem Coton de Tulear sind unverkennbar.

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Kommentare von Malteser-Halterinnen und -Haltern

Lotti (5 Jahre) ist ein reinrassiges Malteserweibchen und seit der 14. Lebenswoche bei uns zu Hause. Sie ist ein sehr lieber, ruhiger und schlauer Hund, total vernarrt in ihren Tennisball und Wasser. Schlechte Angewohnheiten hat sie so gut wie keine oder keine, mit denen man nicht leben könnte. Perfekter Familienhund, der überall gern gesehen ist.

Barney ist lebensfroh, ungestüm, freundlich, hat vor nichts Angst und meint er wäre eine Dogge. Er ist trotz seiner 4 Monate und langen Spaziergängen, nicht müde zu bekommen. Er braucht, auch wenn er aussieht wie ein Teddy und gerade mal ein Kilo wiegt, viel Erziehung. Barney weint und bellt wenn man ihn mal kurz alleine lässt. Obwohl wir schon 3 Hunde haben, ist keiner wie er, wir werden mit ihm jetzt erstmal die Hundeschule besuchen. Unser Fazit: Kein Hund für Anfänger, und falls doch, dann unbedingt in die Hundeschule mit ihm.

Kelly ist ein sehr lebendiger Malteser der unglaublich gut lernt. Ob Clickern, Longieren oder ihr Lieblingssport Mantrailing - sie liebt die Arbeit und kuschelt auch gerne. Dieser kleine Hund möchte beschäftigt werden. Wenn ein Malteser unterfordert wird, sucht er nach einer Beschä¤ftigung wie zum Beispiel nach Mäusen buddeln oder Krähen und Hasen jagen.

Nanni ist eine Hündin, geb. 03.03.2008. Sehr verspielt und lieb.


Ratgeber: Wissenswertes zum Malteser

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