Mops

Kleine Hunderasse Mops
  • Trainierbarkeit: 3 Sterne
  • Haarausfall: 10 Stern
  • Ausdauer: 3 Sterne
  • Wachhund: 2 Sterne
  • Umgang mit Kindern: 10 Sterne
  • Beliebtheit: 10 Sterne

Das Wichtigste zum Mops

Der Mops gehört zu den sehr alten Hunderassen und war schon im Mittelalter in Europa bekannt. Auch heute ist er ein beliebter Familien- und Begleithund. Entgegen seines griesgrämig wirkenden Gesichtsausdrucks ist der Mops ein zart besaiteter, aufgeschlossener Hund, der die menschliche Gesellschaft jeder tierischen, auch der von anderen Hunden, deutlich vorzieht. Er fühlt sich am wohlsten, wenn er bei Frauchen oder Herrchen auf dem Schoß liegt oder einfach nur daneben auf dem Sofa sitzt. Der fröhliche Mops liebt es, gestreichelt und geknuddelt zu werden, er schläft gerne und lange.

Dennoch ist er nicht faul, sondern braucht seine täglichen Spaziergänge und ist immer zu einem Spiel bereit, wenn er dazu aufgefordert wird. Bekommt er nicht genügend Aufmerksamkeit, weil sein Mensch sich auf etwas anderes konzentriert, kann der Mops ziemlich schnell eifersüchtig werden. Das Alleinsein fällt ihm schwer, dennoch muss bereits der Welpe daran gewöhnt werden, wenigstens für ein, zwei Stunden allein in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Überall kann auch ein kleiner Hund nicht mit dabei sein.

Wenn die ganze Familie anwesend ist, ist für den Mops alles in Ordnung. Er spielt sehr gerne mit Kindern, die ihn allerdings nicht überfordern dürfen. Durch seine platte Schnauze fällt ihm das Atmen schwer, er beginnt schnell zu keuchen und zu schnauben. Die verkürzten Atmungsorgane sind auch der Grund für sein Schnarchen während des Schlafs.

Eine besondere Vorliebe der Möpse ist das Fressen. Daher muss das hochwertige und ausgewogene Futter genau dosiert werden, um ein Übergewicht zu vermeiden. Das Gewicht der Leckerchen sollte unbedingt von der Tagesration abgezogen werden.

Eigenschaften eines Wachhundes sucht man bei einem Mops vergebens. Er freut sich über jeden Besuch, gleichgültig ob geladen oder nicht.

Obwohl der Mops eher ein gemächlicher, oftmals auch ein fauler Hund ist, kann man versuchen, ihn für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Geeignet sind Hindernisläufe beim Agility, das Apportieren von Gegenständen oder auch das Trickdogging, bei dem das Erlernen von Tricks im Vordergrund steht. Als Begleiter bei Radtouren oder beim Dauerlauf eignet er sich nicht.

Der Mops kurz und bündig

  • Der Mops stammt ursprünglich aus China.
  • Statuen und Abbildungen belegen, dass ein ähnlicher Hund bereits im neunten Jahrhundert existierte.
  • Die Rasse ist vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) als Gesellschafts- und Begleithund anerkannt.
  • Seine Widerristhöhe beträgt zwischen 25 cm und 30 cm.
  • Das Gewicht liegt bei 6 kg bis 8 kg.
  • Seine Lebenserwartung liegt bei 11 bis 13 Jahren.
  • Der Mops zeigt im Normalfall kein aggressives Verhalten.
  • Typisch ist der schwarze Aalstrich auf dem Rücken.
  • Der Mops neigt zu Übergewicht.

Rassemerkmale Mops

Vom FCI wird der Mops als Gesellschafts- und Begleithund anerkannt und zählt zu den kleinen doggenartigen Hunden.

Sein muskulöser Körper macht einen gedrungenen, beinahe quadratischen Eindruck. Auffällig ist der große, rundliche Kopf mit den vielen Falten und der platten Schnauze, sowie die schwarze Nase mit den großen Nasenlöchern.

Die dunklen, großen Augen stehen niemals vor, das Weiße vom Auge ist nicht sichtbar. Die kleinen, weichen Ohren werden als Rosenohr (seitlich nach hinten gefaltet, Ohrmuschel sichtbar) oder als Knopfohr (das Ohr fällt nach vorn, die Ohrspitze liegt am Schädel an, Ohrmuschel nicht sichtbar) getragen.

Der Brustkorb ist beim Mops breit und gewölbt, der Rücken gerade ausgebildet. Seine Rute rollt sich nach oben über der Hüfte ein. Ein doppeltes Einrollen wird gern gesehen. Der Mops hat kräftige Gliedmaßen, die gut unter seinem Körper stehen.

Das weiche, glatte und kurze Haarkleid weist folgende Färbungen auf: Apricot, Hellfalbfarben, Silber oder Schwarz. Auffällig ist der schwarze Aalstrich, der über den gesamten Rücken verläuft.

Wesen und Charakter beim Mops

Der Mops ist ein ausgeglichener und unkomplizierter Hund, mit lebhaftem Charakter. Er zeigt keine Angst, Aggressivität kennt er im Normalfall nicht. Sein brummiger Gesichtsausdruck täuscht, denn Möpse bestechen durch ihren Charme, ihre Fröhlichkeit und vor allen Dingen durch ihren Humor. Seine lustigen Grimassen sorgen täglich für Spaß. Außerdem möchte er seinem Herrn ständig gefallen und ihn beeindrucken. Trotzdem kann ein Mops auch sehr dickköpfig und stur sein, wenn ihm etwas nicht gefällt. In solch einem Gemütszustand ignoriert der Mops jeden Befehl. Eine frühzeitige und konsequente Erziehung ist hier eindeutig von Vorteil.

Der kleine und anpassungsfähige Hund ist ein unkomplizierter Begleiter, der auch in einer Stadtwohnung zurechtkommt, wenn er täglich ausreichend Bewegung erhält. Aufgrund seiner erschwerten Atmung muss darauf geachtet werden, ihn nicht zu überanstrengen. Da er sehr sozial eingestellt ist, verträgt er sich gut mit anderen Haustieren.

Eigentlich ist der Mops genau der richtige Hund für rüstige Senioren, die täglich spazieren gehen. Mit ihm kommt keine Langeweile auf. Er ist anhänglich, sucht den Körperkontakt und ist sehr liebebedürftig. Wer seinen Mops gut kennt, der weiß genau, was der kleine Kerl mit seinen vielfältigen Lauten sagen möchte. Er kann wie eine Katze schnurren, grunzen wie ein Ferkel oder gurren wie ein Täubchen.

Der Mops und seine Pflege

Wer einen Mops besitzt, muss täglich etwas Zeit für seine Pflege einplanen. Das kurze Fell ist relativ pflegeleicht, regelmäßiges Bürsten ist völlig ausreichend. Aufwendiger ist die Gesichtspflege. Die vielen Falten im Mopsgesicht sollten täglich mit einem feuchten Tuch gesäubert werden, um Entzündungen durch Schmutzreste oder Reibungen vorzubeugen. Eventuell kann auch etwas Pflegecreme aufgetragen werden.

Auch die Ohren bedürfen einer häufigen Kontrolle. Außer Schmutz, können sich Parasiten einnisten und Juckreiz bzw. Entzündungen verursachen. Hier wird ebenfalls mit einem feuchten Tuch der Schmutz entfernt, für harte Verkrustungen gibt es einen speziellen Ohrreiniger. Parasitenbefall wird vom Tierarzt entsprechend behandelt.

Augen und Nase sind beim Mops äußerst empfindlich. Reizungen und Entzündungen sind nicht selten. Peinliche Sauberkeit ist hier das oberste Gebot.

Dass die Pfoten nach dem Spaziergang gereinigt werden und besonders im Winter mit einer Fettcreme geschmeidig gehalten und so vor Streusalz geschützt werden, ist selbstverständlich.

Krankheiten beim Mops

Bei dieser Hunderasse treten häufig Hautprobleme auf. Weit verbreitet sind:

  • Die Atopische Dermatitis, die auf eine erblich erworbene Überempfindlichkeit gegen verschiedenste Dinge ausgelöst wird. Dazu gehören Reaktionen (Juckreiz, Hautentzündungen) auf beispielsweise Schimmelsporen oder Hausstaubmilben.
  • Die Demodikose, welche durch einen Milbenbefall der Haut entsteht, führt zu Haarausfall und Hautentzündungen. Falsche Ernährung oder eine Immunschwäche begünstigen die Erkrankung.
  • Die Hautfalten-Dermatitis, die im faltigen Gesicht von Möpsen auftritt. Grund dafür ist mangelnde Pflege und Hygiene. Die Hautfalten müssen daher unbedingt sauber und trocken gehalten werden. Ein wenig Pflegecreme hin und wieder hält die Haut geschmeidig.
  • Oftmals werden Möpse von Harnsteinen geplagt. Sie können nach einer Harnwegsinfektion entstehen oder auch genetisch bedingt sein bzw. ernährungsbedingt auftreten. Der Hund wird Blut im Urin haben, häufig Pipi machen und sich dabei vor Schmerzen krümmen. Schon bei den ersten Anzeichen gehört die Behandlung in die Hand eines Tierarztes.
  • Wie bei den meisten kleinen Hunden tritt auch beim Mops die Patellaluxation auf. Hier rutscht die Kniescheibe aus ihrer Führung und verursacht Schmerzen beim Laufen. Wird die Krankheit früh erkannt (Lahmen oder Hinken), kann sie gut behandelt werden.

Beim Mops ist häufig ein Übergewicht zu beobachten, da einfach zu viel und oft auch falsch gefüttert wird. Übergewicht führt zu Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und einer Beeinträchtigung der Gelenke. Wer bei der Ernährung seines Mopses unsicher ist, kann sich von einem Ernährungsberater für Hunde einen genauen Futterplan für sein Tier aufstellen lassen. In jedem Fall ist auf eine art- und altersgerechte, sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Ist der Mops bereits zu dick, sollte man nicht weniger füttern, sondern auf ein spezielles Diätfutter umsteigen.

Geschichtliches über den Mops

Die Rasse der Möpse hat Wurzeln, die bis an den kaiserlichen Hof im alten China zurück reichen. Vor etwa 2000 Jahren durfte nur der Kaiser einen Mops, bzw. einen Lo-chi-ang-sze, wie er damals genannt wurde, sein Eigen nennen.

Wahrscheinlich brachten holländische Handelsschiffe den Mops im 15. oder 16. Jahrhundert nach Europa. Auch hier wurde der "kaiserliche" Hund bald vom Adel als Schoßhund auserkoren. Königin Viktoria von England besaß nachweislich ein ganzes Rudel Möpse. Die kleinen Schmuser waren ein Luxusartikel der Reichen, ein Modetier, welches in jedem Salon zu finden war.

Maler und Bildhauer fanden mit ihm ein beliebtes Model, welches sie zusammen mit wohlgeborenen Damen auf die Leinwand bannten. Nach einer regelrechten Blütezeit im 18. Jahrhundert verschwand der Mops hundert Jahre später in Europa fast vollständig.

In England jedoch züchtete man weiter und brachte neues Blut aus Russland und China in die heimischen Linien. So kamen 1877 die ersten schwarzen Möpse aus dem Orient nach Europa. 1885 stellten Liebhaber die ersten Standards für den perfekten Mops auf. Der FCI veröffentlichte erst 1987 die gültigen Rassestandards.

Bemerkenswert ist, dass der Mops bereits im Mittelalter, aber auch in unserer Zeit, von Künstlern unsterblich gemacht wurde:

  • Hoffmann von Fallersleben schuf ein Volkslied, welches heute noch gesungen wird: "Als unser Mops ein Möpschen war".
  • Ein unbekannter Dichter schuf etwa von 200 Jahren das Kinderlied "Ein Mops kam in die Küche, und stahl dem Koch ein Ei".
  • 2005 sprach der große deutsche Komiker Loriot: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." Sein Denkmal in Stuttgart ziert, wie sollte es anders sein, eine Mopsfigur.

Zeigen Sie allen Ihren Mops!

Fotos: Mops


Kommentare von Mops-Haltern

Rosi ist ein Mops durch und durch. Ein Kasper, Sturkopf und Wirbelwind. Eine Couchpotato ist sie nicht, außer abends, wenn sie endlich müde ist. Sie möchte überall dabei sein, und selbst Wanderurlaub in den Bergen meistert sie mit Bravour. Ihre Erziehung war und ist schwierig, obwohl sie sehr gelehrig ist. Aber nur, wenn sie Lust hat und es ein Leckerli gibt. Und bereits Gelerntes muss nicht immer präsent sein, obwohl sie ganz genau weiß, was von ihr verlangt wird. Aber wir lieben sie über alles, und sie bereichert unser Leben.


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